Dlearning

Demokratie lernen und politische Bildung in Europa im Prozess lebenslangen Lernens

Während die Ansprüche an die Politik wachsen, ökonomische und soziale Transformationsprozesse und damit einhergehende Interessenskonflikte zu moderieren und zu meistern, sinkt zunehmend das Interesse und Vertrauen in sie (vgl. Europäisches Regieren - ein Weissbuch der europäischen Kommission 2001). Bürger beklagen die Inkompetenz der Politik, fühlen sich ihrerseits aber nicht kompetent zur Bildung einer eigenen Meinung und zur Beteiligung. Diese Abstinenz trifft allerdings nicht nur die Parteien, sondern fast alle Einheiten demokratischer Repräsentation: Gewerkschaften, Betriebsräte, Verbände, NGOs,...

Zur Lösung gegenwärtiger und zukünftiger Probleme bedarf es jedoch vor allem einer kompetenten Gesellschaft. Hierzu ist eine demokratischen Lernkultur nötig, ein handlungsorientiertes Lernen. Demokratie lernen bezieht sich also auf den Erwerb von Kenntnissen und Kompetenzen, die zum kritischen Verständnis von politischen Prozessen sowie zum aktiven politischen Handeln auf unterschiedlichsten Ebenen befähigen. Demokratie wird dabei nicht als machfrei begriffen, vielmehr geht es beim Lernen von Demoratie um einen kompetenten Umgang mit Macht.

Die Lernpartnerschaft „Demokratie lernen" möchte in diesem Sinne Lernräume für Demokratie identifizieren und Konzepte, Methoden und Projekte zur pädagogischen Gestaltung dieser Räume auszutauschen und gemeinsam zu erarbeiten.

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