In der Puppenbühne hat sich ein sehr gut besuchter Workshop mit rhetorischen Mitteln und Tricks der Politik auseinandergesetzt, um dann nach einigen Trainings auch auf der Bühne eigene Erfahrungen am Rednerpult zu sammeln.
Einleitend ist die Bundestagsrede von Loriot angedacht gewesen. Dies scheiterte leider an der Technik vor Ort.
In einem ersten theoretischen Teil ging es darum, einen strukturierten Überblick über Stilfiguren, rhetorische Mittel, Frage- und Argumentationstechniken zu erhalten. Dabei konnten die Teilnehmer mit Hilfe eines Handouts (siehe Seitenende) und Beispielen aus der realen Politik, z.T. per Videoeinblendung, nachvollziehen, was sich dahinter verbirgt. Dazu seien ein paar exemplarische Links angegeben:
Nun waren die Teilnehmer gerüstet und konnten mit zwei Übungen zur Rhetorik selber an sich arbeiten. In der ersten Übung namens "Die gute Fee" sollten die Redner und Zuhörer bewusst auf Stimme, Ausdruck, Mimik und Gestik achten. Im zweiten Spiel, in der jeder eine Karte mit zwei Substantiven und einem Adjektiv beschreiben sollte, war das spontane Sprechdenken gefragt. Ein Zusammenhang dieser wahrlos gewählten Begriffe musste in einer kurzen Rede von jedem Teilnehmer hergestellt werden.
Ausgestattet mit rhetorischen Kompetenzen und praktischen Erfahrungen untersuchten die Teilnehmer nun die Rede Edmund Stoibers über den Transrapid, die aus rhetorischen Gesichtspunkten suboptimal ausfiel. Ein Teilnehmer ahmte spontan die Rede nach. Man versuchte dann, die eigentlichen Aussagen zu finden und in einer besseren Rede dazustellen. Nach einer genauso langen Contra-Rede gab es eine Schlussabstimmung, ob die Zuhörerschaft eher von den Pro- oder von den Contra-Argumenten überzeugt wurden.
Artikel über das Seminar (letzter Absatz auf der Seite)
Handout Rhetorik in der Politik (40,83 kB)