Christian Ernst bei einer Führung durch die Ausstellung Topographie des Terrors

Geschichte im Dialog

Seminare zu historischen Themen

Deutschland und Frankreich - Hass und Freundschaft

Deutsche und französische Geschichte und Kultur lassen sich nicht unabhängig voneinander denken. Nach einer langen Zeit gegenseitigen Hasses prägt nach dem 2. Weltkrieg der Begriff der deutsch-französischen Freundschaft die Beziehungen beider Länder, denen eine Schlüsselrolle beim europäischen Einigungsprozess zugekommen ist. Doch wird die deutsch-französische Freundschaft in einem vereinten Europa überhaupt noch eine Rolle spielen? Um diese Frage diskutieren zu können, werden bestimmte Aspekte der deutsch-französischen Geschichte gemeinsam erarbeitet. Dabei können auch die kulturellen Verflechtungen beider Länder z.B. anhand der Literaturgeschichte untersucht werden. Je nach Ort können Gesprächsrunden mit Referenten oder Zeitzeugen sowie Exkursionen das Programm bereichern. Das Seminar kann auch mit deutsch-französischen Gruppen durchgeführt werden.

Orte: Berlin, Potsdam, Bonn, Straßburg, Verdun

Widerstand und Demokratie

-Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seine Rezeption
-Jugendwiderstand
-Widerstand und Opposition in der DDR
-Widerstand gegen die Globalisierung?
Die Programme können in Berlin auch einen Besuch der Gedenkstätte Deutscher Widerstand beinhalten, in München einen Besuch der DenkStätte "Weiße Rose".

Erinnerung und Gedenken


Geschichte ist Erinnerung. Und diese Erinnerung ist nicht von der Gegenwart unabhängig. Erinnerung ist deshalb immer auch politisch. Wir wollen dies anhand verschiedener Diskussionen und Diskurse, z.B. zum Holocaust-Mahnmal, der Umgestaltung von Gedenkstätten und den Folgen des 11. Septembers nachvollziehen.

Sexualität - Macht - Geschichte

Geschichte wird konventionellerweise als die Geschichte großer Männer, Ereignisse oder komplexer Strukturen geschrieben. Seit den 90er Jahren sind aber immer mehr Ansätze anerkannt, die den menschlichen Körper als historischen Faktor und damit Sexualität als eine Fläche der Macht begreifen. In Workshops werden im Seminar solche Konzepte nachvollzogen, mit herkömmlichen Ansätzen verglichen und diskutiert. Durch Ausstellungsbesuche, Gespräche mit Referenten und Reportagegruppen sollen historische Entwicklungen nachvollzogen und Verbindungen zu aktuellen Phänomenen und Entwicklungen gezogen werden. Themen können dabei sein: Geschichte und Gegenwart von Geschlechterbeziehungen, Ehe, Geburt, Geschlechtskrankheiten, Prostitution, Pornographie. Ziel dieser Arbeit ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Blick für andere Betrachtungsweisen von Geschichte und Politik zu eröffnen.